Gut zu wissen
Erweiterte Vorsorge mit Brust- und Vaginalultraschall
Was der Ultraschall als ergänzende Selbstzahlerleistung leistet, wo er besonders sinnvoll ist und wo die medizinische Diskussion liegt.
Vorsorge & FrüherkennungWas ist das?
Unter erweiterter Vorsorge werden Untersuchungen angeboten, die über die gesetzliche Basis-Krebsvorsorge hinausgehen. Da die Krankenkassen diese Ultraschalluntersuchungen ohne konkreten Verdacht nicht bezahlen, laufen sie als IGeL-Leistungen. Die Kosten trägt man selbst.
Der Vaginalultraschall
Bei dieser Untersuchung wird eine schlanke Ultraschallsonde sanft in die Scheide eingeführt. Da die Sonde sehr nah an den inneren Organen liegt, liefert sie hochauflösende Bilder des kleinen Beckens.
Untersucht werden: Gebärmutter inklusive der Dicke der Schleimhaut, beide Eierstöcke, Eileiter und Harnblase. Der Ultraschall macht Veränderungen wie Eierstockzysten, Myome oder Schleimhautpolypen oft sichtbar, lange bevor sie ertastet werden können oder Beschwerden verursachen.
Kosten: In der Regel 30 bis 70 Euro.
Der Brustultraschall
Eine schmerz- und strahlungsfreie Methode, um das Gewebe der Brust und die Lymphknoten in den Achselhöhlen per Ultraschallkopf von außen zu beurteilen.
Er ist besonders wertvoll bei dichtem Brustgewebe, was vor allem bei jüngeren Frauen die Regel ist. Dichtes Gewebe ist im Röntgenbild oft schwer zu beurteilen. Die gesetzliche Vorsorge sieht erst ab 50 Jahren das Mammographie-Screening vor, der Brustultraschall schließt diese Lücke.
Kosten: Meistens 40 bis 80 Euro.