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Endometriose – Gut zu wissen | Gynäkologie am Lohbach

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Endometriose

Eine der häufigsten Unterleibserkrankungen, die oft jahrelang unerkannt bleibt. Hier erfahren Sie, worum es geht, welche Symptome typisch sind und welche Behandlungswege es gibt.

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Was ist Endometriose?

Endometriose ist eine der häufigsten Unterleibserkrankungen bei Frauen, bleibt aber oft jahrelang unentdeckt. Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut sehr ähnlich ist, wächst dabei außerhalb der Gebärmutter im Bauchraum, an Eierstöcken, Eileitern, der Außenseite der Gebärmutter oder in schweren Fällen an Darm und Blase.

Dieses versprengte Gewebe verhält sich genau wie die Schleimhaut in der Gebärmutter: Es reagiert auf den weiblichen Zyklus, baut sich monatlich auf und blutet während der Periode. Da das Blut nicht wie normal abfließen kann, reizt es das umliegende Gewebe. Die Folge sind chronische Entzündungen, Vernarbungen, Zysten und schmerzhafte Verwachsungen.

Typische Symptome

Endometriose wird oft als „Chamäleon der Gynäkologie" bezeichnet, weil die Beschwerden von Mensch zu Mensch stark variieren und leicht mit normalen Regelschmerzen verwechselt werden.

  • Extreme Regelschmerzen (Dysmenorrhoe)Oft krampfartig, strahlen in Rücken oder Beine aus und schränken den Alltag massiv ein.
  • Chronische UnterleibsschmerzenAuch unabhängig von der Periode, z. B. während des Eisprungs.
  • Schmerzen beim oder nach dem SexOft ein tief sitzender, stechender Schmerz.
  • Probleme bei der AusscheidungKrämpfe beim Stuhlgang oder Urinieren, oft verstärkt während der Periode.
  • Unerfüllter KinderwunschEndometriose ist eine der häufigsten Ursachen, wenn eine Schwangerschaft ausbleibt.
Wichtig zu wissen: Die Stärke der Schmerzen sagt nichts über das Ausmaß der Erkrankung aus. Winzige, oberflächliche Herde können unerträgliche Schmerzen verursachen, während großflächige Verwachsungen manchmal fast symptomlos bleiben.

Diagnose

Weil die Symptome so vielfältig sind, vergehen in Deutschland vom ersten Symptom bis zur eindeutigen Diagnose im Schnitt 7 bis 10 Jahre. Ein normaler Ultraschall oder ein MRT reichen oft nicht aus, um kleinere Herde zu erkennen.

Die einzig sichere Methode zur Diagnose ist aktuell eine Bauchspiegelung (Laparoskopie), ein minimalinvasiver operativer Eingriff, bei dem Gewebeproben entnommen und im Labor untersucht werden.


Behandlungsmöglichkeiten

Die Therapie richtet sich immer nach den individuellen Lebensumständen, also zum Beispiel danach, ob ein Kinderwunsch besteht. Sie stützt sich meist auf drei Säulen:

Säule 01

Schmerztherapie

Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Naproxen lindern die Symptome im Alltag.

Säule 02

Hormontherapie

Meist reine Gestagene oder die Pille im Langzeitzyklus. Sie unterdrücken den Eisprung, stellen die Herde ruhig und lassen sie im besten Fall schrumpfen.

Säule 03

Operation

Während einer Bauchspiegelung werden möglichst alle sichtbaren Herde und Verwachsungen entfernt.

Endometriose ist eine chronische Erkrankung, für die es keine Heilung im klassischen Sinn gibt. Das Ziel der Behandlung ist, Schmerzen zu lindern, die Lebensqualität zu verbessern und bei Kinderwunsch die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Ein offenes Gespräch über Ihre persönliche Lebenssituation ist deshalb der wichtigste erste Schritt.

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