Gut zu wissen
Dopplerultraschall
Wie der Dopplerultraschall Blutfluss sichtbar macht, was die Farben bedeuten und wofür er eingesetzt wird.
Ultraschall & Diagnostik
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Was macht der Dopplerultraschall?
Im Gegensatz zum klassischen Ultraschall, der starre Organstrukturen zeigt, macht der Dopplerultraschall den Blutfluss in den Gefäßen sichtbar und hörbar. Das Verfahren nutzt das physikalische Prinzip des Doppler-Effekts, den man auch von der Sirene eines vorbeifahrenden Krankenwagens kennt.
Der Ultraschallkopf sendet Schallwellen aus, die auf sich bewegende rote Blutkörperchen treffen und zurückgeworfen werden. Aus der Frequenzänderung berechnet das Gerät Geschwindigkeit und Richtung des Blutstroms.
Was bedeuten die Farben?
Häufiger Irrglaube: Rot steht nicht für Arterien und Blau nicht für Venen. Die Farben zeigen rein die Flussrichtung: Rot fließt auf den Schallkopf zu, Blau fließt vom Schallkopf weg.
Die verschiedenen Formen
- Farbdoppler: Das normale Ultraschallbild wird mit Farben überlagert, um Flussrichtung und Geschwindigkeit darzustellen.
- Spektral-Doppler: Zeigt den Blutfluss als Kurve auf einem Graphen und macht ihn als akustisches Signal hörbar.
- Duplex-Sonographie: Die heute gängigste Kombination aus klassischem Ultraschallbild und Doppler-Verfahren.
Einsatzbereiche
- Geburtshilfe: Kontrolle der Blutversorgung des ungeborenen Kindes über Nabelschnur und Plazenta, um Entwicklungsverzögerungen frühzeitig zu erkennen.
- Herz: Überprüfung der Herzklappenfunktion und Strömungsverhältnisse.
- Gefäße: Suche nach Verengungen in den Halsschlagadern oder Blutgerinnseln in den Beinvenen.