Gut zu wissen
Nicht-invasiver Pränataltest (NIPT)
Bluttest ab der 10. SSW zum Nachweis von Trisomien, ohne Risiko für das Kind. Was er kann, was er nicht kann und wann die Kasse zahlt.
Schwangerschaft & GeburtshilfeWie funktioniert der Test?
Während der Schwangerschaft lösen sich winzige Bruchstücke der kindlichen Erbinformation aus der Plazenta und zirkulieren frei im Blut der Mutter. Diese Fragmente nennt man zellfreie fetale DNA (cffDNA). Für den Test reicht eine normale Blutprobe aus dem Arm, aus der das Labor diese kindlichen DNA-Schnipsel isoliert und analysiert.
Was kann der Test erkennen?
Standardmäßig wird nach folgenden Trisomien gesucht:
- Trisomie 21 (Down-Syndrom)
- Trisomie 18 (Edwards-Syndrom)
- Trisomie 13 (Pätau-Syndrom)
Auf Wunsch kann auch das Geschlecht des Kindes bestimmt sowie nach Abweichungen der Geschlechtschromosomen gesucht werden.
Vor- und Nachteile im Überblick
| Merkmal | Vorteile | Einschränkungen |
|---|---|---|
| Sicherheit | Kein Fehlgeburtsrisiko, da nur Blut abgenommen wird | Kein finales Diagnoseverfahren, sondern ein Suchtest |
| Genauigkeit | Bei Trisomie 21 über 99% Treffsicherheit | Falsch-positive Ergebnisse möglich, die durch invasive Untersuchung abgesichert werden müssen |
| Zeitpunkt | Bereits ab der vollendeten 9. SSW möglich | Körperliche Fehlbildungen wie Herzfehler können nicht erkannt werden |
Wer zahlt den Test?
Seit Juli 2022 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für den NIPT, wenn der Test dazu dient, die Schwangere von schweren emotionalen Belastungen oder Sorgen zu befreien. Eine starre Altersgrenze gibt es nicht mehr.