Gut zu wissen
Harninkontinenz & Senkungsbeschwerden
Blasenschwäche und Beckenbodensenkung gehen oft Hand in Hand. Worum es geht, wie es sich äußert und welche Behandlungsmöglichkeiten es heute gibt.
GynäkologieWarum hängt das zusammen?
Der Beckenboden funktioniert wie eine elastische Hängematte aus Muskeln und Bindegewebe. Er hält Gebärmutter, Harnblase und Darm stabil an ihrem Platz. Wenn dieses Gewebe erschlafft, verändern die Organe ihre Position und sinken nach unten. Das verändert den Druck auf die Harnblase, und der Verschlussmechanismus der Harnröhre kann nicht mehr richtig arbeiten.
Wie sich die Beschwerden äußern
- Senkungszeichen: Ein spürbares Druck- oder Fremdkörpergefühl in der Scheide, oft beschrieben als Ballgefühl. Verstärkt sich im Laufe des Tages oder bei körperlicher Belastung.
- Belastungsinkontinenz: Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder beim Heben schwerer Lasten, weil der Druck im Bauchraum steigt.
- Dranginkontinenz: Ein plötzlicher, überfallartiger Harndrang, bei dem man es manchmal nicht rechtzeitig zur Toilette schafft. Oft ausgelöst durch fließendes Wasser oder Kälte.
Behandlungsmöglichkeiten
Man muss sich damit heute nicht mehr abfinden. Je nach Ausprägung gibt es einen bewährten Stufenplan.
Erster Schritt
Beckenboden-Physiotherapie
Gezielte Übungen stärken die tiefe Muskulatur im Alltag. Oft wird dies durch Biofeedback- oder Elektrostimulationsgeräte unterstützt.
Sofortige Entlastung
Pessar-Therapie
Kleine Ringe oder Würfel aus medizinischem Silikon werden in die Scheide eingeführt und heben die Organe mechanisch an.
Nach den Wechseljahren
Lokale Östrogentherapie
Lokale Cremes oder Zäpfchen können Schleimhäute und Bindegewebe wieder stabiler machen.
Wenn nötig
Operative Verfahren
Moderne, oft minimalinvasive Operationen können die Anatomie und den Blasenverschluss wiederherstellen.
Der richtige erste Ansprechpartner für eine genaue Diagnose ist die gynäkologische Praxis. Wir klären zunächst per Ultraschall ab, was genau vorliegt, bevor wir gemeinsam den passenden Weg besprechen.
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Sprechen Sie uns an. Es gibt heute gute Behandlungsmöglichkeiten.
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