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Empfängnisverhütung – Gut zu wissen | Gynäkologie am Lohbach

Gut zu wissen

Empfängnisverhütung

Von der Pille bis zur Spirale, hormonfrei oder hormonell. Ein Überblick über alle gängigen Methoden und was sie unterscheidet.

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Wie wird Zuverlässigkeit gemessen?

Die Zuverlässigkeit einer Verhütungsmethode wird über den Pearl-Index ausgedrückt. Je niedriger der Wert, desto sicherer die Methode: Er gibt an, wie viele von 100 Frauen trotz Anwendung innerhalb eines Jahres schwanger werden.

Sehr wirksame Methoden

Diese Methoden wirken unabhängig von alltäglichen Anwendungsfehlern und bieten oft mehrere Jahre sicheren Schutz.

  • Kupferspirale: Hormonfrei, wirkt lokal durch Kupferionen die Spermien hemmen. Hält meist 3 bis 5 Jahre.
  • Hormonspirale: Gibt lokal geringe Mengen Gestagen ab, verdickt den Schleim im Gebärmutterhals. Hält 3 bis 5 Jahre.
  • Verhütungsstäbchen (Implantat): Wird unter die Haut des Oberarms gesetzt, gibt kontinuierlich Hormone ab. Wirkt bis zu 3 Jahre.
  • Sterilisation: Ein dauerhafter operativer Eingriff für Menschen, die ihre Familienplanung abgeschlossen haben.

Wirksame Methoden

Bei diesen Methoden hängt die tatsächliche Sicherheit stark von der korrekten und regelmäßigen Anwendung ab.

  • Pille: Muss täglich möglichst zur gleichen Zeit eingenommen werden.
  • Verhütungsring: Verbleibt für drei Wochen in der Scheide, gibt Hormone ab.
  • Verhütungspflaster: Wird wöchentlich auf die Haut geklebt.

Weitere Methoden

  • Kondom und Femidom: Die einzigen Methoden, die gleichzeitig effektiv vor Geschlechtskrankheiten (STIs) schützen.
  • Diaphragma: Mechanische Barriere aus Silikon, die vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt wird. Immer mit Spermizid kombinieren.
  • Natürliche Familienplanung (NFP): Tägliches Messen der Aufwachtemperatur und Beobachten des Körpers, um fruchtbare Tage zu bestimmen. Erfordert Disziplin.

Vergleichsübersicht

MethodeKategorieEigenschaft
PilleHormonellTägliche Einnahme, sehr hohe Sicherheit.
KondomBarriereSchützt vor STIs, hormonfrei, mittlere Sicherheit.
KupferspiraleIntrauterinHormonfrei, wirkt 3 bis 5 Jahre, hohe Sicherheit.
HormonspiraleIntrauterinGeringe Hormondosis, 3 bis 5 Jahre, hohe Sicherheit.
ImplantatHormonellHormonstäbchen im Arm, 3 Jahre, hohe Sicherheit.
DiaphragmaBarriereNur bei Bedarf, mittlere Sicherheit.
NFPNatürlichZyklusbeobachtung, hormonfrei, Disziplin nötig.
Notfallverhütung: Wenn beim Sex etwas schiefgeht, gibt es die Pille danach oder das nachträgliche Einsetzen einer Kupferspirale. Die Pille danach verschiebt den Eisprung und sollte so schnell wie möglich eingenommen werden.

Beratung zur Verhütung

Wir helfen Ihnen, die passende Methode für Ihre Lebenssituation zu finden.

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